
Citrus aurantium
Zart, honigsüß und mit einer frischen Zitruskante darunter – Neroli ist der Blütenduft des Bitterorangenbaums und eines der kostbarsten Öle im Sortiment.

Duftprofil
Blumig-süß mit honigartiger Tiefe und frischer, grüner Zitrusnote
Duftnote
Herznote
Gewinnung
Wasserdampfdestillation aus den Blüten
Pflanze
Bitterorange (Citrus aurantium)
Herkunft
Verschiedene Herkunftsländer
Anwendungsarten

Neroli ist der Blütenduft der Bitterorange – und damit ein anderes Öl als Orange, das aus der Schale derselben Pflanzengattung gepresst wird. Den Namen verdankt es der Prinzessin von Nerola, die das Öl im Italien des 17. Jahrhunderts als Erste aus den Blüten des Bitterorangenbaums gewann; seither steht „Neroli" für genau diesen Duft. Er ist zart und warm, blumig mit einer honigartigen Tiefe, und darunter liegt eine frische, leicht grüne Zitruskante – eine Kombination, die in der Parfümerie seit Jahrhunderten geschätzt wird. Gewonnen wird das Öl per Wasserdampfdestillation aus den Blüten. Der Preis fällt entsprechend aus: 180,99 Euro kostet die 5-ml-Flasche in der deutschen Preisliste (Stand 5. August 2026) – ein Öl also, das man tropfenweise einsetzt und nicht großzügig. Bei Young Living ist Neroli unter anderem Bestandteil der Mischung Present Time.
Der zart-blumige Duft mit honigartiger Tiefe wird in der Aromatherapie mit innerer Ruhe verbunden – viele beschreiben ihn als weich und tröstlich.
Wird in der Aromatherapie traditionell eingesetzt, um einen Moment ganz im Hier und Jetzt zu verbringen. Neroli ist auch Bestandteil der Young-Living-Mischung Present Time.
Gilt seit dem 17. Jahrhundert als einer der geschätztesten Blütendüfte der Parfümerie – ein Grund, warum viele ihn als besonders kostbar empfinden.
Wird traditionell in der Naturkosmetik verwendet und verdünnt in Gesichts- und Körperölen für ein gepflegtes Hautgefühl geschätzt.
Der Duft wird als hell und erhebend beschrieben; er verbindet die Wärme eines Blütenöls mit der Frische eines Zitrusöls.
Konkrete Ideen, wie du Neroli in deinen Alltag integrieren kannst.
Für einen ruhigen Abend genügt ein einzelner Tropfen im Diffuser. Der Duft ist dicht und trägt weit; in einem kleinen Raum wird er schnell dominant. Wer mag, kombiniert ihn mit einem Tropfen Orange – das hält die Mischung hell und streckt das kostbare Öl.
1 Tropfen im Diffuser
Öffne die Flasche, halte sie einige Zentimeter unter die Nase und nimm zwei, drei ruhige Atemzüge. Bei einem Öl dieser Preisklasse ist das die sparsamste Art, es wirklich zu nutzen – ganz ohne Hautkontakt und deshalb auch unterwegs möglich.
direkt aus der Flasche inhalieren
Mische 1 Tropfen Neroli in 10 ml Trägeröl (etwa 0,5 Prozent) und trage die Mischung auf Handgelenke, Nacken oder Fußsohlen auf. Die Fußsohlen gelten dabei als die unempfindlichste Stelle. Rund um die Augen wird nichts aufgetragen.
1 Tropfen auf 10 ml Trägeröl
Für die tägliche Pflege 2 Tropfen Neroli in 30 ml Trägeröl geben – etwa Jojoba-, Argan- oder Olivenöl. Der Blütenduft wird in der Naturkosmetik seit Langem geschätzt. Bei empfindlicher Haut vorher an einer kleinen Stelle in der Armbeuge testen und 24 Stunden abwarten.
2 Tropfen auf 30 ml Trägeröl
Neroli ist ein Parfümöl im besten Sinne. Ein Tropfen in 10 ml Jojobaöl ergibt ein zurückhaltendes Duftöl für die Handgelenke. Weil Neroli keine kaltgepresste Zitrusschale ist, sondern ein Blütenöl, bringt es die Sonnen-Karenz der Zitrusöle nicht mit.
1 Tropfen auf 10 ml Jojobaöl

Unser Tipp
Bei diesem Öl lohnt sich Sparsamkeit doppelt: Neroli ist intensiv, und es ist teuer. Ein einziger Tropfen im Diffuser reicht für einen kleinen Raum völlig aus – zwei sind für viele bereits zu viel. Wer den Duft kennenlernen möchte, öffnet die Flasche und riecht daran, statt gleich zu diffundieren. Und in Mischungen gilt Neroli als Öl, das man zuletzt hinzugibt: Ein Tropfen zu einer Zitrus- oder Holzmischung hebt sie spürbar an, zwei Tropfen übernehmen sie.
Ruhige Diffuser-Mischung, in der Neroli die Spitze setzt und Lavendel den Boden. Bewusst sparsam dosiert – ein Tropfen Neroli ist hier keine Sparsamkeit, sondern die richtige Menge.
Warme, getragene Mischung für den Feierabend: Weihrauch gibt Tiefe, Neroli hebt sie an. Eine Kombination, die auch für einen Moment der Sammlung am Morgen taugt.
Für die Hautpflege: die Tropfen in 30 ml Trägeröl geben (Jojoba, Argan oder Olivenöl) – das entspricht rund 0,5 Prozent und ist bewusst mild. In einer dunklen Glasflasche aufbewahren und innerhalb weniger Monate aufbrauchen. Nicht anwenden, wenn die Haut gereizt ist.
Entdecke, in welchen Lebensbereichen Neroli eine Rolle spielen kann.
Beide Öle stammen vom selben Baum, aber von verschiedenen Teilen. Neroli wird aus den Blüten der Bitterorange (Citrus aurantium) destilliert, Orangenöl dagegen aus der Schale der Frucht gepresst. Das Ergebnis riecht völlig unterschiedlich: Orange ist hell, spritzig und fruchtig, Neroli blumig, honigsüß und deutlich getragener. Auch praktisch macht das einen Unterschied – kaltgepresste Zitrusschalenöle wie Orange machen die Haut vorübergehend lichtempfindlich, das Blütenöl Neroli bringt diese Eigenschaft nach heutigem Kenntnisstand nicht mit.
Weil für eine kleine Menge Öl sehr viele Blüten nötig sind – das ist die übliche Erklärung für den Preis von Blütenölen. 180,99 Euro kostet die 5-ml-Flasche in der deutschen Preisliste (Stand 5. August 2026). Das ist kein Grund, das Öl zu meiden, sondern einer, es anders einzusetzen: tropfenweise statt großzügig. Ein Tropfen im Diffuser reicht für einen kleinen Raum, und ein Tropfen in 10 ml Jojobaöl ergibt bereits ein persönliches Duftöl. Wer den Duft erst kennenlernen möchte, riecht direkt an der geöffneten Flasche – das kostet gar nichts.
Von der Prinzessin von Nerola. Sie gewann im Italien des 17. Jahrhunderts als Erste ein Öl aus den Blüten des Bitterorangenbaums – seither steht der Begriff „Neroli" für genau diesen Duft. In der Parfümerie ist er bis heute einer der klassischen Blütendüfte, und der Bitterorangenbaum liefert gleich mehrere Düfte: Neroli aus der Blüte, Orangenöl aus der Schale der Frucht.
Ja, verdünnt ist Neroli ein klassisches Öl der Naturkosmetik. Eine milde Basis sind 2 Tropfen auf 30 ml Trägeröl, also rund 0,5 Prozent – als Trägeröl eignen sich Jojoba-, Argan- oder Olivenöl; Mandelöl empfehlen wir wegen möglicher Kreuzallergien seltener. Reines ätherisches Öl gehört nie unverdünnt aufs Gesicht. Mach vor der ersten Anwendung einen Verträglichkeitstest an einer kleinen Stelle in der Armbeuge und warte 24 Stunden ab. Bei gereizter oder verletzter Haut pausiere die Anwendung, und rund um die Augen wird grundsätzlich nichts aufgetragen.
In der Schwangerschaft gilt bei ätherischen Ölen grundsätzlich: vorher mit Ärztin, Hebamme oder Heilpraktikerin sprechen – auch bei Neroli. In der uns vorliegenden Schwangerschafts-Ampelliste steht Neroli zwar in der grünen Gruppe; diese Liste ist allerdings eine privat zusammengestellte Aromatherapie-Übersicht mit Stand Februar 2024 und keine wissenschaftliche oder behördliche Freigabe. Dazu kommt: In der Schwangerschaft reagieren viele Frauen empfindlicher auf Düfte, und Neroli ist ein sehr intensives Öl. Deshalb gilt sparsam dosieren, gut verdünnen und im Zweifel zunächst nur im Diffuser arbeiten, mit offener Tür und guter Belüftung.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ätherische Öle und verwandte Pflanzenauszüge sind keine Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder Heilpraktiker.

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